Die Maßnahmen zeigen Wirkung – Russland setzt Aufwärtstrend im weltweiten Geschäftsklimaindex fort

von Jonas Prien, Business Development und Marketing Intern bei Ausserer&Consultants

Der renommierte „Doing Business Report“ der Weltbank bewertet jährlich das Geschäftsklima und die Schwierigkeit des Unternehmensaufbaus in 190 Ländern der Welt. Im diesjährigen Bericht belegt Russland den 28. Platz und verbessert sich damit um drei Plätze zum Vorjahr. Allerdings wird das von Präsident Putin ausgegebene Ziel, in die Top 20 zu gelangen, verfehlt.

Die Spitzenpositionen werden seit dem ersten Bericht im Jahr 2004 vor allem von den westlichen Industriestaaten und den asiatischen Tiger-Staaten dominiert – dieser Trend setzt sich auch in diesem Jahr fort. Die Top 3 belegen Neuseeland, Singapur und Hong Kong, danach kommen Dänemark, Südkorea, die Vereinigten Staaten, Georgien, Großbritannien, Norwegen und Schweden. Die unteren Plätze nehmen hauptsächlich kleine Inselstaaten sowie Länder aus Mittel- und Südamerika, Afrika und dem Nahen Osten ein. Das Schlusslicht bilden Länder mit komplizierter Sicherheitslage wie Libyen, der Jemen, Venezuela, Eritrea und Somalia.  

Obwohl Unternehmen weiterhin über viele Probleme mit der russischen Bürokratie klagen, konnte Russland in der vergangenen Dekade durch Reformen Verbesserungen in vielen Bereichen erreichen. Dies widerspiegelt auch der Doing Business Report. Im Jahre 2010 belegte Russland nämlich den 120. Platz (!) noch hinter dem Swaziland, Kosovo und Guatemala, ein wahres Armutszeugnis für die Arbeit der russischen Behörden. Im aktuellen Bericht stellen die Autoren drei russische Reformen vor, die das Wirtschaften in Russland erleichtern. Diese umfassen die Stromversorgung, der Schutz von Minderheitsaktionären und das Steuersystem. Für Ersteres etablierte die Regierung spezialisierte Behörden für St. Petersburg und Moskau. Außerdem wurde die Transparenz über Entscheidungen innerhalb von Unternehmen vergrößert, die Softwaretechnik in Steuerämtern erneuert und die Häufigkeit von staatlichen Überprüfung gesenkt.

Analyse der einzelnen Schritte des Unternehmensaufbaus in 190 Ländern (Weltbank)

Regional wie auch unter den ehemaligen Sowjetrepubliken gibt es im Ranking zum Teil große Unterschiede. Während viele ehemalige Sowjetrepubliken, insbesondere Georgien (7.), Litauen (11.), Estland (18.), Lettland (19.), Kasachstan (25.) Aserbaidschan (34.), positive Entwicklungen aufweisen, haben Tadschikistan (106.) Kirgisistan (80.), Usbekistan (69.), Ukraine (64.), Belarus (49.) und Armenien (47.) weiterhin Aufholbedarf (alle unter 75 Punkten im Doing Business Ranking).

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

Die Kosten des Unternehmensaufbaus sind innerhalb der letzten 15 Jahre vor allem in den Entwicklungs- und Schwellenländern gesunken (Quelle: Weltbank)
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