Hamburger Werft baut russischen Eisbrechergiganten

Die Hamburger Werft Pella Sietas hat sich mit dem Vertrag zum Bau eines Eisbrechers für den russischen Staat einen Millionendeal gesichert.

von Jonas Prien, Ausserer & Consultants

Die Hamburger Werft Pella Sietas hat sich mit dem Vertrag zum Bau eines Eisbrechers für den russischen Staat einen 100-Millionen-Euro-Deal gesichert.

Die Pella Sietas Werft in Hamburg-Neuenfelde (Facebook)

Mit 120 Metern Länge wird es der größte, in Deutschland gebaute Eisbrecher aller Zeiten sein. Viele starke Dieselmotoren werden das Schiff antreiben, sodass es bis zu zwei Meter dickes Eis durchbrechen kann – damit gehört es zur Eisklasse 7. Verglichen mit den größten atombetriebenen Eisbrechern Russlands wie z.B. der Yamal, welche bis zu vier Meter dickes Eis brechen können (Eisklasse 9), wird das Hamburger Schiff längst nicht das größte weltweit sein. Eine gewaltige Technik wird trotzdem nötig sein, da das Einsatzgebiet im russischen Fernen Osten um das Beringmeer liegen wird.

Die Direktorin der Werft, Natallia Dean, teilte im Radiointerview mit NDR 90,3 mit: „Das hat man so in Europa noch nicht gebaut […]Was die Auftragslage angeht, sind wir gut gefüllt und hoffen auf eine Beschäftigungssicherung bis 2023“. Die Älteste Werft Deutschlands, die seit 2014 in russischer Hand ist, plant eine Aufstockung der Mitarbeiter auf 400.“

Ein Riese des Eismeeres – der Atomeisbrecher Yamal (IMAGO)

Seitdem die Nordostpassage von Europa nach Asien insbesondere in den Sommermonaten zu einer schnelleren Alternative zum Weg um Afrika und durch den Indischen Ozean geworden ist, sieht auch Russland großes, wirtschaftliches Potenzial in dieser Route – davon dürfte auch die Hamburger Werft weiter profitieren.

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