Russland kommt nicht vom Fleck – Platz 137 im Korruptionsranking

Jährlich kürt die Organisation „Transparency International“ die erfolgreichsten Staaten im Kampf gegen die Korruption in der Politik. Für das Jahr 2019 kam die Nichtregierungsorganisation zu folgendem Ergebnis.

von Jonas Prien, Ausserer & Consultants


Transparency International untersucht jedes Jahr die Korruption weltweit

Jährlich kürt die Organisation „Transparency International“ die erfolgreichsten Staaten im Kampf gegen die Korruption in der Politik. Für das Jahr 2019 kam die Nichtregierungsorganisation zu folgendem Ergebnis. Wenig überraschend stehen an der Spitze zum wiederholten Mal Dänemark, Neuseeland und Finnland, gefolgt der Schweiz, Singapur, Schweden Norwegen, den Niederlanden. Luxemburg und Deutschland. Die letzten Plätze unter den 180 untersuchten Länder belegen die weltweiten Krisenherde Venezuela, Syrien, Südsudan, Afghanistan und Schlusslicht Somalia.

Nach einer gründlichen Recherche von staatlichen Akten, Expertenberichten und investigativem Journalismus kann ein Land im Ranking bis zu 100 Punkte erreichen. Die Top-Plätze verfehlen derzeit die 90 Punktemarke knapp, während Somalia auf gerade 9 von 100 Punkten kommt. Bedenkenswert erscheint nicht nur der Durchschnittswert von 43 Punkten weltweit, sondern vor allem das schlechtere Abschneiden vieler europäischer Staaten. Dies ist eine unmittelbare Folge von einigen Finanzskandalen wie dem Dänischen Bankskandal (DANSKE BANK SCANDAL), bei dem u. a. Banken aus Deutschland, Schweden und vor allem Dänemark dubiose Geschäfte mit Risikokunden aus dem EU-Ausland tätigten. Die Kunden dieses Skandals befanden sich dabei vor allem in den GUS-Staaten.

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Warum stagniert Russland in der Korruptionsbekämpfung

Russland seinerseits kommt seit Jahren nicht von der Stelle in Sachen Korruptionsbekämpfung. Während das Geschäftsklima sich zuletzt drastisch verbesserte, stagniert Russland derzeit auf Platz 137 (28 Punkte). Das Land teilt sich den Platz mit Libanon, Kenia, Uganda Mauretanien, Papua Neuguinea, Paraguay, Liberia und der Dominikanischen Republik. Positive Beispiele sind die Verbesserungen von Estland, Griechenland und Guyana.

Die Vorsitzende von Transparency International, Delia Fereira Rubio, betonte im Jahresbericht, dass die Regierungen dringend die Korruption durch Großspendern in der Parteienfinanzierung und den damit verbundenen direkten Einfluss auf das politische System anprangern müssen. Darüber hinaus gibt die Organisation in ihrem Bericht Tipps, Korruption zu bekämpfen, unter anderem durch Transparenz von Parteispenden, Steigerung der Redlichkeit der Machthaber, Regulierung von Lobby-Aktivitäten, Eindämmung der Vorzugsbehandlung, Förderung der Gewaltenteilung und der Verbesserung des Managements bei Interessenskonflikten.

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