10 Gründe, den Moskauer „Way of Life“ zu lieben

Moskau hat sich zu einer führenden modernen und lebenswerten Stadt entwickelt. Hier sind zehn ganz persönliche Gründe, warum Moskau eine sehr liebenswürdige Stadt ist.

von Jonas Prien, Ausserer & Consultants


Die russische Hauptstadt ist das Zentrum für die Geschichte, Kultur und Politik des größten Landes der Erde. Über das Leben in Moskau gibt es zahlreiche Geschichten, die sich teils aus den Erzählungen der wilden 90er Jahre und verrückten Internetvideos speisen, doch die Realität sieht natürlich anders aus. Moskau hat sich zu einer führenden modernen und lebenswerten Stadt entwickelt. Hier sind zehn ganz persönliche Gründe, warum Moskau eine sehr liebenswürdige Stadt ist.

1. Mehr als Kaviar und Borsch – Essen in Moskau

Welche Stadt hat die meisten Sushi-Restaurants in der Welt? Weder in Tokio noch in Kyoto gibt es so viele Orte, an denen man den japanischen Klassiker genießen kann wie in Moskau. Nicht nur geographisch, sondern auch kulinarisch ist Moskau eine Brücke zwischen Ost und West. Neben französischer und italienischer Küche sind vor allem georgische und usbekische Gerichte beliebt, welche in Westeuropa weitestgehend unbekannt sind und daher viele Touristen überraschen.

Die georgische Küche wirkt teils exotisch, teils vertraut – in jedem Fall ein Highlight.

2. Du bezahlst noch mit Bargeld?

Ozon und Yandex sind in Europa längst nicht so bekannt wie Amazon und Google, doch jene gehören zu den Big Player der Technikkonzerne. In Moskau erntet man schon den einen oder anderen fragwürdigen Blick, wenn man in Bargeld bezahlt und nicht das Smartphone nutzt. Gleichermaßen herrscht eine grundlegende Offenheit gegenüber technischen Innovationen, was vor allem im Straßenverkehr, im Finanzsektor und bei Dienstleistungen deutlich wird.

Bargeld findet man in Moskau immer seltener. (Foto: CCV)

3. Wakeboarding oder Kartfahren?

Obwohl Moskau als Megapolis wenig Platz für freizeitliche Aktivitäten besitzt, zeigen sich die Bewohner (Moskwitschki) erfinderisch. So gibt es in einem ehemaligen Parkhaus ein Kurs zum Kartfahren. Auch das ehemlige Olympiazentrum von 1980 wird zum Wakeboarding und Jetskifahren genutzt. Generell gibt es kaum Aktivitäten, die in Moskau nicht möglich sind.

Jetski oder Wakeboarding auf der Moskva

4. Wildnis oder Stadt – die Moskauer Stadtparks

Wer beim Spaziergang im Stadtpark an einen stinknormalen Ausflug ins Grüne denkt, ist in Moskau falsch. Die Moskauer Parks strotzen nur so voller spannender Aktivitäten und einer Spur von Wildnis. Das liegt vor allem daran, dass ein großer Teil der Parks der Natur überlassen wird, sodass man schnell das Gefühl bekommt, in der Taiga unterwegs zu sein und nicht in einer Millionenmetropole.

Gepflegt auf der einen – naturbelassen auf der anderen Seite

5. Alle Wege führen nach Moskau

Moskau wird gerne als das dritte Rom bezeichnet, denn es bilde das Zentrum der Christenheit, nachdem Rom als Mittelpunkt des Römischen Reiches und Konstantinopel als Hauptstadt des Oströmischen Imperiums untergegangen sind. Nicht nur aus religiöser oder machtpolitischer Sicht haben das alte Rom und das heutige Moskau viele Gemeinsamkeiten, sondern auch als geographisches Zentrum in einem Imperium. Heute hat Moskau neben vier Autobahnringen Verbindungen in alle Himmelsrichtungen, welche Moskau bei Nacht wie ein Stern erleuchten lassen. Dies macht Moskau zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt.

Blick auf Moskau von der Internationalen Raumstation (Foto: NASA Earth Observatory)

6. Galerien und Museen en masse

Ganz im Stile einer Megapolis besitzt Moskau eine ganze Reihe von Museen und Galerien, die mit einer Fülle von prächtigen Ausstellungen locken und nur mit jenen in Paris, New York, und London vergleichbar sind. Nicht nur Touristen, sondern auch die Moskauer zieht es in die Tretjakov-Galerie, ins Pushkin-Museum oder in die Glazunov-Galerie. An Feiertagen bilden sich vor den Eingängen oftmals lange Schlangen.

„Jesus zeigt sich dem Volke“, eines der bekanntesten Werke in der Tretjakov-Galerie

7. Schön und effizient: die Moskauer Metro

Die Moskauer Metro ist aufgrund ihrer Schönheit und Effizienz weltweit bekannt. Als Moskauer Bürger ist sie DAS Verkehrsmittel der Wahl, denn mit über 300 Stationen, einem gigantischen Streckennetz und einem geringem Fahrpreis ist sie sehr beliebt. 2019 zählte die Metro 2,56 Milliarden Fahrten, was einem täglichen Wert von sieben Millionen Fahrten entspricht.

8. Die Schlösser der Megapolis

Während Ostseestädte wie St. Petersburg, Pushkin oder Peterhof gerne auf die Pracht der zaristischen Schlösser verweisen und Moskau als grau und kommunistisch bezeichnen, wird die Schönheit der Moskauer Schlösser unterschätzt. Dazu zählen der Zarizyno-Park, Kolomenskoje und der Park Kuskovo.

Zarizyno Park

9. Kultur, wo man hinsieht

Neben den oben genannten Galerien und Museen gehört es zum Moskauer Way of Life Angebote der zahllosen Kinos, Theater und Konzerte wahrzunehmen. Längst ist Moskau auf den Tourneelisten der großen Musiker vermerkt, sodass sich Bands wie „The Rolling Stones“ und „Metallica“ die Klinke in die Hand geben. Doch vor allem die kleinen Konzerte in Bars und Cafés sowie die Besuche im Kino um die Ecke sorgen für täglichen kulturellen Genuss.

10. Ein bisschen Heimat in der Metropole

Mit circa 10.000 Deutschen existiert eine große Community in Moskau. Neben der Deutschen Schule Moskau, der Moskauer Deutschen Zeitung und zahlreichen Organisationen belebt der Deutsche Fußballverein „Roter Hammer Moskau“, der schon seit über 30 Jahren in Russland Zuhause ist, die deutschsprachige Gemeinschaft. Der RHM steht beispielhaft für ein bisschen Heimat in der riesigen Metropole.

Der FC Roter Hammer Moskau
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