Wie kommen Russlands Konzerne durch die Krise?

Die Coronapandemie stellte viele Unternehmen vor große Herausforderungen: angefangen beim Schutz der Mitarbeiter durch Maskenregime und Impfangebote.

Die Coronapandemie stellte viele Unternehmen vor große Herausforderungen: angefangen beim Schutz der Mitarbeiter durch Maskenregime und Impfangebote bis zur strategischen Neuausrichtungen aufgrund der veränderten Nachfrage. Das Forbes Magazine bewertet jährlich die größten Konzerne in unterschiedlichen Kategorien, wie etwa der Assets, Marktwerte und Profite, aber auch wie der Mitarbeiterzufriedenheit oder der Nachhaltigkeit. Im neuen Ranking findet sich zudem eine Bewertung in der Kategorie „Pandemiebewältigung“.

Während das Ranking im Vorjahr vor allem auf die kurzfristige Pandemiebewältigung abzielte, also primär Fragen der Flexibilität und der Steuerungsinstrumente behandelte, analysiert das Ranking 2021, wie die größten öffentlichen Konzerne weltweit die Krise bewältigen. Besonders interessant sind dabei die unterschiedlichen Finanzierungskonzepte. Soll der Konzern auf seine Regierung warten, damit Coronahilfen bezahlt werden, oder aber selbst Aufschübe von Mitarbeitergehältern initiieren? Wann werden Unternehmensteile verkauft und wann gehalten? Wie wird Inventar liquidiert?

Alle diese Fragen ergaben ein Ranking, in welchem global vor allem die amerikanischen und chinesischen Konzerne dominieren. Unter den Top 10 befindet sich mit Ausnahme des Saudi-Arabischen Staatskonzerns ARAMCO (Platz 5) amerikanische Finance und High Tech Konzerne wie JP MORGAN (2), Berkshire Hathaway (3), Apple (6), Bank of America (7), Amazon (10) sowie die chinesischen Banken ICBC (1), China Construction Bank (4), Ping An Insurance (8) und Agricultural Bank of China (9).

Natürlich haben es reine Tech und Finance Konzerne einfacher, flexibel auf digitale Kommunikation umzustellen, um den Kontakt zwischen Menschen zu minimieren. Bei den Automobilkonzernen, bei denen die Produktion wörtlich Hand in Hand verläuft, sind größere Maßnahmen nötig gewesen. Trotzdem nehmen Toyota Motor (12), Volkswagen (17), Daimler (41) und BMW (61) die vorderen Plätze im Ranking ein.

Russland schneidet im Ranking nur mittelmäßig ab. Von 2000 untersuchten Unternehmen kommen immerhin 13 Konzerne unter die besten 1000. Positive Ausreißer sind dabei Sberbank (51) und Rosneft (99). Generell dominieren drei Branchen in Russland, nämlich Banking, Erdgas/Erdöl sowie Stahl und Bodenschätze. Zu den Konzernen gehören zudem Surgutneftegas (309), Gazprom (367), Norilsk Nickel (388), Lukoil (467), Transneft (513), Novatek (530), VTB Bank (597), Tatneft (751), Novolipetsk Steel (861), Severstal (908) und Rosseti (944). Es gibt also noch Luft nach oben.

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